Blümlisalpsage
Blümlisalpsage


Es wird erzählt dass vor langer, langer Zeit, die Blümlisalp, dort wo heute Gletscher und Eismassen herrschen, fruchtbares Weideland war. Auf diesen üppig blühenden Wiesen hauste eine gute Fee. Sie hatte die Gegend unter ihre Obhut genommen, und es wuchsen seltene Pflanzen. Wenn das Vieh von diesen ass, gab es besonders viel und besonders gute Milch. Dieser Umstand kam einem armen Bauern zugute, welcher sich bis in diese Höhen mit seinem Vieh begeben musste, da alles andere Weideland schon vergeben war. Die Fee, welche den Bauern zuerst vertreiben wollte, hatte Mitleid mit dem armen Mann, und sie gestattete ihm ihre Alp zu nutzen. Jedoch war abgemacht, dass der Bauer ihr jeden Tag einen Topf von der Milch der Kühe hinausstellte, zum Lohn. Der Bauer hielt sich daran und wurde dank der guten vielen Milch, dem Käse und der Butter die er produzierte, ein wohlhabender Mann. Jeden Sommer kam er auf die Blümlisalp. Er vergass wie es war, als er noch arm war. Eines Tages sagte er sich „Warum soll ich eigentlich jeden Tag einen Topf Milch für die Fee vergeuden, ich könnte ja noch viel mehr produzieren und noch viel reicher werden.“ So stellte er keinen Topf mehr raus. Als er drei Tage lang der Fee keinen Topf mit Milch hingestellt hatte, erzürnte sie dermassen über die Habgierigkeit des Mannes und die Menschen allgemein, dass sie einen Fluch aussprach und die ganze fruchtbare Blümlisalp in ein Eismeer verwandelte. Und so ist es bis heute geblieben.


 


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