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Der
Lac
des
Brenets
In
seltsamen
Windungen
gräbt
sich
der
Lauf
des
Doubs
ins
Labyrinth
der
Juraketten
und
– täler.
Dort,
wo
auf
französischem
Boden
seine
Quelle
entspringt,
muss
sich
der
junge
Fluss
zunächst
nach
Osten
wenden.
Über
weite
Strecken
bildet
er
die
natürliche
Landesgrenze.
Dann
aber
wechselt
er
bei
Clairbief
seine
Nationalität,
durchbricht
beim
Clos
du
Doubs
die
Gebirgskette
und
setzt
angesichts
des
alten
Städtchen
St-Ursanne
zur
grossen
Kehrtwendung
an,
die
ihn
in
sein
Geburtsland
zurückführt,
wo
er
schliesslich
als
stattlichster
aller
Juraflüsse
sein
Wasser
der
Saône
zuführt.
Der
Doubs
zeichnet
sich
aber
nicht
allein
durch
seinen
eigenartigen
verschlungenen
Lauf
aus,
sondern
auch
durch
die
seltsamen
Formen,
die
sein
Tal
da
und
dort
aufweist.
Bein
Grenzort
Les
Brenets,
nahe
beim
Uhrmacherort
Le
Locle,
weitet
sich
der
Fluss
in
der
flachen
Talmulde
zu
einem
langgestreckten
See,
der
weiter
unten
von
annähernd
200
Meter
hohen
Kalkmauern
umfangen
wird.
Einem
wilden
Hochgebirge
würde
eine
derart
steinwandige
Schlucht
durchaus
zur
Ehre
gereichen.
Allerdings
wäre
sie
dort
vom
Rauschen
des
Wassers
erfüllt,
das
sich
in
unermüdlichen
Erosionsarbeit
weiter
in
die
harten
Felsen
einfrisst.
Hier
jedoch
fehlt
diese
Melodie.
Ruhige
spiegelt
das
Wasser
die
beklemmende
Engnis
wieder.
Nur
das
Gezwitscher
der
Vögel,
teilweise
recht
seltener
Art,
die
auf
schmalen
Felsbändern
nisten,
unterbricht
die
Stille.
Längst
ist
die
Erosionsarbeit
des
Doubs
vollendet.
Sie
liegt
weit
zurück,
in
einer
bestimmten
Phase
der
Gebirgsbildung,
als
der
Fluss
all
seine
Kraft
zusammenraffte,
um
mit
der
Hebung
des
Gebirgskörpers
Schritt
zu
halten.
Auffallende
Kerben
im
Fels,
Strudellöcher
und
überhängende
Wände
lassen
ahnen,
wie
sich
das
Wasser
damals
tosend
und
schäumend
fast
senkrecht
in
die
Kalkmassen
eingrub
und
schliesslich
die
canonartige
Schlucht
hinterliess.
Später
ereignete
sich
bei
Les
Brenets
ein
Bergsturz,
dessen
Trümmer
den
Fluss
stauten
und
so
entstand
der
stille
See
zwischen
den
Kalkwänden,
deren
schimmerndes
Weiss
durch
Nadelgrün
von
Föhren
und
Tannen
gedämpft
wird.
Über den Saut du Doubs, wo er sich über fast 30 Meter senkrecht hinabstürzt,
überwindet
der
Fluss
schliesslich
die
angehäuften
Bergsturzmassen
und
verlässt
die
schönste
Strecke
seines
Laufes. An
Projekten,
die
im
gewässerarmen
Jura
diesen
See
wirtschaftlich
zu
nutzen
trachteten,
fehlte
es
nicht.
Glücklicherweise
scheiterte
jedoch
bisher
die
Ausführung
am
beharrlichen
Bestreben,
diese
einzigartige
Landschaft
unverändert
zu
erhalten.
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