Reichenbachfälle
Reichenbachfälle

 

"Es ist in der Tat ein furchterregender Ort. Der vom geschmolzenen Schnee geschwollene Wildbach stürzt in einen gewaltiden Abgrund, aus dem Gischt aufwallt wie Rauch aus einem brennenden Haus. Der Schacht, in den der Fluss sich wirft, ist eine ungeheure, von glänzendem, kohlschwarzem Fels gesäumte Kluft, die in einen schäumenden, brodelnden Kessel von unermesslicher Tiefe mündet, der überläuft und den Strom über seinen gezackten Rand weiterschleudert. Der unablässig herabdonnernde grüne Wasserschwall und der unablässig heraufstiebende dichte, wabernde Gesichtvorhang machen mit ihrem immerwährenden Wirbeln und Tosen einen Menschen völlig schwindlig. Wir standen nahe am Rand und starten hinab auf den Schimmer des weit unter uns  an den schwarzen Felsen sich brechenden Wassers und lauschten dem halb menschlichen Brüllen, das mit der Gischt aus dem Abgrund aufstob."
(aus "The Memoirs of Sherlock Holmes" von Sir Arthur Conan Doyle)
 

Für Sherlock Holmes endete 1891 das Duell mit seinem Erzfeind Professor Moriarty verhängnisvoll. In the Final Problem stürzte der Kriminalheld in den wilden Reichenbachfällen zu Tode, so glaubten jedenfalls seine treuen Fans. Nach weltweiten Protesten blieb dem Autor Conan Doyle nichts anderes übrig , als seinen Helden in The Return of Sherlock Holmes aufstehen zu lassen und insgesamt sechzig Sherlock Holmes Abenteuer zu schaffen. Die Standseilbahn führt ausserhalb Meiringen hoch zur Plattform. Das reizvolle Naturspektakel ist auch über die Bergstrasse erreichbar.
Bahnbetrieb von Pfingsten bis Mitte September    

 

 

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